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SUMMARY:6.4.2018 – KüfA & Mobi-Vortrag: Rechts rockt nicht!
DESCRIPTION:Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild und Schwert“ stattfinden. Im „Hotel Neißeblick“ werden zwei Tage lang eine Vielzahl an Rechtsrockbands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld\, ein Kampfsport-Event und jede Menge Merchandise dafür sorgen\, dass mehrere tausend Nazis zusammenkommen. Sowohl das Datum als auch der Ort sind nicht zufällig gewählt. So können hunderte Nazis bereits am 20. April\, dem Geburtstag Adolf Hitlers\, gemeinsam zu „Balladen“ „feiern“\, bevor am Samstag eine Vielzahl einschlägiger „Blood & Honour“-Bands spielen sollen. Mit dem „Hotel Neißeblick“ wird auf eine Immobilie zurückgegriffen\, die schon in der Vergangenheit für Veranstaltungen der NPD und der AfD genutzt wurde. \nOrganisiert wird das Festival vom rechten Multifunktionär Thorsten Heise aus Thüringen. Heise gilt in der Naziszene als Bindeglied zwischen „Freien Kameradschaften“ und der NPD. Er suchte Mitte der 2000er den Schulterschluss zwischen parteiunabhängigen Nazis und der NPD\, trat dafür selbst in die NPD ein und ist mittlerweile Landesvorsitzender in Thüringen. Doch damit nicht genug. Heise hat auch beste Kontakte in die Rechtsrockszene. So betreibt er einen bekannten Versände für neonazistische Musik\, vor allem von Bands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld. Er ist einer der Organisationen der „Schulhof-CD“ der NPD gewesen und organisierte zuletzt in Thüringen den so genannten „Eichsfelder Heimattag“. \nFür 45 Euro bekommt das zahlende Publikum\, erwartet werden weit über 1000 Teilnehmende\, eine komplette neonazistische Lebenswelt geboten. Neben dem Musikprogramm stehen mehrere Freefight-Kämpfe auf dem Programm\, daneben soll es eine Tattoo-Convention geben\, politischen Reden und natürlich reichlich Bier. Unter dem Deckmantel der politischen Versammlung soll ein kommerzielles Konzert- und Nazilifestyle-Event etabliert und die Kassen der Szene aufgefüllt werden. Mit der Wahl des kleinen 2.500-Einwohner*innen-Orte s an der deutsch-polnischen Grenze hoffen die Organisatoren auf ein störungsfreies Festival. Für zwei Tage soll mit der schieren Masse des anreisenden Publikums eine temporäre nationalbefreite Zone entstehen und etwaige Widerstände ausgebremst werden. Wenn das gelingt ist anzunehmen\, dass sich die NPD künftig regelmäßig in Ostritz einfindet. Bereits im Oktober hat Heise eine weitere Veranstaltung angemeldet. \nVeranstaltungen wie das „Schild und Schwert“ verfolgen mehrere Ziele. Am wichtigsten dürfte der finanzielle Aspekt sein\, so können die Nazis in zwei Tagen mehrere zehntausend Euro verdienen. Geld\, das ihre Strukturen finanziert\, klamme Kassen bei der NPD auffüllt oder mit dem Kamerad*innen vor Gericht unterstützt werden. So wanderten Einnahmen von Nazikonzerten in Thüringen zum derzeit angeklagten mutmaßlichen NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben oder an die verurteilten Nazis aus dem Ballstädt-Verfahren. Weiterer wichtiger Aspekt solcher Rechtsrock-Events ist das Kennenlernen und Vernetzen der Szene. Nur selten gibt es Anlässe\, sich so unverbindlich in solcher Größenordnung zu treffen. Aber auch für das neonazistische Lebensgefühl sind solche Veranstaltungen enorm wichtig\, so werden durch Musik- und Redebeiträge\, sowie Merchandise inhaltlichen Standpunkte gefestigt und nach außen getragen.\nSolidarisch gegen neonazistische Hetze \nDas geplante Nazifest ins Ostritz geht uns alle an. Es ist nicht nur das Problem derer\, die zufällig dort wohnen und denen die NPD dieses Event ungefragt vor die Nase setzt. Wir werden nicht tatenlos zusehen\, wenn aus ganz Deutschland und aus vielen europäischen Ländern Nazis in die ostsächsische Provinz ziehen\, um den sogenannten Führergeburtstag zu feiern. Bei Faschismus\, Nationalsozialismus\, Rassismus\, Antisemitismus\, Sexismus und Homophobie hört bei uns das Verständnis auf. Wir werden die Anwohner*innen von Ostritz nicht alleine lassen und müssen auch in einem kleinen Ort klar Flagge zeigen – gegen Nazis und menschenverachtende Ideologien.\nZeigen wir gemeinsam\, dass Antifaschismus eine Lebenseinstellung im Respekt vor den Opfern der Vergangenheit und im Kampf für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung ist. \nWir werden uns dem braunen Hassfestival entgegenstellen. Dabei sind wir solidarisch mit den Anwohner*innen\, die sich gegen die Nazis und rechte Hetze stellen. Lasst uns dieses Wochenende zu einem starken Zeichen für Respekt und Solidarität machen\, an dem wir den Angstmachern entschlossen entgegentreten. Ein deutliches Zeichen der Solidarität\, des Miteinanders und des Respekts – unabhängig von Aussehen\, Herkunft oder sozialer Stellung der Menschen – ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. \nAm Freitag\, den 20.04. werden wir ab 14 Uhr auf der Lederwerkswiese in Ostritz sein\, um dort laut und deutlich dem braunen Spuk im Hotel „Neißeblick“ eine hör- und sichtbare Antwort entgegenzusetzen. Am Samstag\, den 21.04.\, wollen wir gemeinsam mit vielen Aktivist*innen und Genoss*innen aus dem gesamten Bundesgebiet deutlich machen: Wir werden da sein\, wenn Nazis feiern. Sie werden Europa nicht zurückerobern\, nicht einmal das kleine Ostritz wird ihnen gehören. Sie sind hier nicht willkommen\, sie werden sich hier auch nicht wohlfühlen. \nIn diesem Sinne: Rechts rockt nicht! Nazis die Stimmung versauen!\nKommt am 20. und 21. April nach Ostritz und schließt euch den Protesten gegen das neonazistische „Schild und Schwert“ Festival an.\nGemeinsam gegen neonazistische und völkische Festivals – egal wo! \n  \n20:00 Küche für Alle\n 21:00 Mobi-Vortrag
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