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31.01.-28.02.23: Fotoausstellung: She’s the man*

31. Januar – 16:00 - 28. Februar – 19:00

Fotoausstellung/Photo exhibition: She’s the man*  (English below)

(auf der Grundlage des unten genannten Workshops, der bereits stattgefunden hat)

Termine für den Besuch der Fotoausstellung/Dates for visiting the photo exhibition:

31.01.2023, 16:00-19:00

07.02.2023, 16:00-19:00

14.02.2023, 16:00-17:45

21.02.2023, 16:00-19:00

28.02.2023, 16:00-19:00

Inspiriert vom Dokumentarfilm „Man for a Day“, der die Drag King-Ikone Diane Torr bei ihrer Arbeit begleitet, holte das Frauen*bildungszentrum im Oktober 2021 den Drag King-Workshop „She’s the man*“ nach Dresden. Drag – das bedeutet in einer anderen Geschlechterrolle zu performen und dafür Aussehen und Verhalten zu verändern. Der Ursprung des Begriffes ist ungeklärt. Er soll aus dem Shakespeareschen Theater stammen, aus einer Zeit, in der Frauen auf Bühnen verboten und ihre Rollen von Männern gespielt wurden. Heutzutage wird Drag daher häufig als Abkürzung für „dressed as a girl“ (wie ein Mädchen gekleidet) verstanden. Drag Queens, die öffentlich als Frau performen, sind heute medial bekannt und sichtbar. Es ist aber auch als Drag King möglich, in die Rolle eines Mannes zu schlüpfen und sich so männliches Aussehen, Verhalten und Räume anzueignen.

 

„She’s the man*“ ist ein Workshop der Kölner Gender- und Medienpädagogin Stephanie Weber. Im zweitägigen Workshop werden Geschlecht und Geschlechterstereotype durch Theorie und Praxis reproduziert, hinterfragt und dekonstruiert. Stephanie Weber ist auch die Fotografin der Ausstellung.

Wie fühlt es sich an, die eigenen Geschlechtergrenzen zu überschreiten? Was macht es mit mir, als Mann wahrgenommen zu werden? Was macht einen Mann zum Mann? Eine Frau zur Frau? Was macht mein Geschlecht zu meinem Geschlecht?

Im Workshop „She’s the man*“ kleben wir uns Bärte an, binden uns die Brüste ab, verändern Kleidung, Bewegungsstil, Mimik, Gestik und Sprache. Mit dem Ziel, in der Öffentlichkeit als Mann unterwegs zu sein. Um dabei zu überzeugen, arbeiten wir mit Stereotypen und schreiben unser Verhalten um: weniger lächeln, klare Blickrichtung, breitbeinig laufen, knappe Sätze, keine Scheu davor haben, laut zu sein und Raum einzunehmen. Und es funktioniert: Wir gehen als Männer durch. Ich kann durch die Partymeile laufen, ohne mich beobachtet zu fühlen und mir meinen Weg bahnen zu müssen. Aber ich fühle mich auch unwohl in meiner Haut als Mann – Blicke und Menschen weichen mir aus. Gleichzeitig Superpower und Kontaktverlust.

Bei all dem wird deutlich: Die klare Trennung von Mann vs. Frau in einer binären Geschlechterordnung überzeugt nicht. Wir sind nicht einfach per Geburt unser Geschlecht, wir stellen unser Geschlecht mit dem, was wir tun und wie wir es tun, immer wieder her. Ich kann sein, wer ich will, wie ich es will und die Kategorie „Geschlecht“ sollte dabei keine Grenzlinie sein dürfen.


Photo exhibition: She’s the man*

(based on the workshop mentioned below, which has already taken place).

Inspired by the documentary film „Man for a Day“, which accompanies the Drag King icon Diane Torr in her work, the Women’s* Education Centre brought the Drag King workshop „She’s the man*“ to Dresden in October 2021. Drag – that means performing in a different gender role and changing appearance and behaviour for it. The origin of the term is unclear. It is said to originate from Shakespearean theatre, from a time when women were forbidden on stages and their roles were played by men. Today, drag is therefore often understood as an abbreviation for „dressed as a girl“. Drag queens who publicly perform as women are now known and visible in the media. However, it is also possible as a drag king to slip into the role of a man and thus adopt male appearance, behaviour and spaces.

„She’s the man*“ is a workshop by the Cologne gender and media educator Stephanie Weber. In the two-day workshop, gender and gender stereotypes are reproduced, questioned and deconstructed through theory and practice. Stephanie Weber is also the photographer of the exhibition.

How does it feel to cross one’s own gender boundaries? What does it do to me to be perceived as a man? What makes a man a man? A woman a woman? What makes my gender my gender?

In the workshop „She’s the man*“ we stick on beards, tie off our breasts, change clothes, movement style, facial expressions, gestures and language. The aim is to be a man in public. In order to be convincing, we work with stereotypes and rewrite our behaviour: smile less, clear line of sight, walk with wide legs, short sentences, don’t be afraid to be loud and take up space. And it works: We pass as men. I can walk through the party mile without feeling watched and having to make my way. But I also feel uncomfortable in my skin as a man – looks and people avoid me. Superpower and loss of contact at the same time.

In all this it becomes clear: the clear separation of man vs. woman in a binary gender order is not convincing. We are not simply our gender by birth, we constantly recreate our gender with what we do and how we do it. I can be who I want to be, how I want to be, and the category of „gender“ should not be allowed to be a borderline.

 

Impressum zur Ausstellung:
Fotografin: Stephanie Weber – https://www.pas-weber.de/
Organisatorinnen: Carola Simon, Friederike Berger, Luzie Ulbricht –
FrauenBildungsHaus Dresden e.V.
Kontakt unter fbz@frauenbildungshaus-dresden.de
Druck: reprogress GmbH – https://reprogress.de/

Details

Beginn:
31. Januar – 16:00
Ende:
28. Februar – 19:00
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