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18.06.: Quarteera: „Ich wurde verboten…“ – LGBTIQ*-Kriminalisierung in Russland und Perspektiven für eine internationale queere Solidarität

18. Juni – 19:00

VORTRAG & DISKUSSION: 18. Juni 2024, 19 Uhr„Ich wurde verboten…“ – LGBTIQ*-Kriminalisierung in Russland und Perspektiven für eine internationale queere Solidarität

Mit dem Verein Quarteera e. V.

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Die gesellschaftliche und rechtliche Lage für queere Menschen auf dem Gebiet der russischen Föderation erfährt eine kontinuierliche Kriminalisierung. Erst im November 2023 hat das Oberste Gericht russlands die „international tätige LGBT-Bewegung“ als extremistische Organisation eingestuft, obwohl eine solche Organisation nicht existiert. Die staatliche Repression kann nunmehr jede queere oder solidarische Person treffen. Härtere Strafen und eine Zunahme öffentlicher Stigmatisierung sind zu erwarten, erste Fälle werden bereits bekannt. Immer mehr queere Menschen sehen oft keine andere Möglichkeit, als das Land zu verlassen und beispielsweise Deutschland um Aufnahme zu ersuchen. Doch auch hier sind sie nicht selten von Diskriminierung und Ausschluss betroffen.

2011 haben engagierte LGBTQ*-Personen, die sich auf russisch verständigen, den Verein Quarteera e.V. gegründet, um der Mehrfachdiskriminierung queerer Migrant*innen entgegenzuwirken und die Sichtbarkeit russischsprechender LGBTQ-Personen zu fördern. Aktuell liegt ein großer Fokus des Vereins auf der Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine und dem Kampf um die Erleichterung der Aufnahme queerer Personen aus russland. Dank des Projekts „Meine Community vor Ort“ gibt es seit 2023 aktive regionale Gruppen des Vereins, u. a. in Sachsen.

Wir sprechen mit Vertreter*innen des Quarteera e. V. über die rechtlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in der russischen Föderation und in anderen Ländern, die unter russländischem Einfluss stehen. Zugleich beleuchten wir auch die Situation für queere Migrant*innen und Geflüchtete hier.

 

 

The social and legal situation for queer people on the territory of the Russian Federation is undergoing continuous criminalization. More and more queer people often see no other option than to leave the country and seek refuge in Germany, for example. But even here they are often affected by discrimination and exclusion. In 2011, committed LGBTQ* people who communicate in Russian founded the association Quarteera e.V. to counter multiple discrimination against queer migrants and to promote the visibility of Russian-speaking LGBTQ people. Currently, a major focus of the association is on helping refugees from Ukraine and the fight to facilitate the admission of queer people from Russia. Thanks to the “My local community” project, the association has had active regional groups since 2023, including in Saxony. We talk to representatives of Quarteera e. V. about the legal, social and political developments in the Russian Federation and in other countries under Russian influence. At the same time, we also shed light on the situation for queer migrants and refugees here.

Details

Datum:
18. Juni
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie: