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24.03. – Lesekreis: Hexenjagd von Silvia Federici

24. März – 18:00 - 19:30

Die Hexe war die Kommunistin und Terroristin ihrer Zeit, die Hexenjagd das Mittel, mit dem die Frauen in Europa für ihre neue soziale Rolle erzogen wurden. Von der Hexenverfolgung des ausgehenden Mittelalters bis zur Gewalt gegen Frauen im modernen Kapitalismus.

> Zum Lesekreis

Im Lesekreis wollen wir als nächstes das Buch ‚Hexenjagd‘ von Federici lesen. Wir laden alle interessierten Menschen ein mitzumachen!
Möchtest du teilnehmen, sende uns eine Mail und du bekommst den online-Treffen Link: postkolonialer_lesekreis@lists.riseup.net
Bis zum nächsten Treffen am 24. März ist es gut, wenn du die Einleitung und Kapitel 1 – 3 gelesen hast. Wir lesen die Texte immer vorher, und besprechen dann unsere Gedanken, Verständnisfragen und Eindrücke davon.
Viel weiter organisatorisches ist es eigentlich nicht.

> Zum Buch

Silvia Federici hat mit »Caliban und die Hexe« einen Grundlagentext des materialistischen Feminismus vorgelegt: Sie stellt darin überzeugend und ausführlich dar, weshalb mit der Verbreitung des Kapitalismus in Europa im 16. und 17. Jahrhundert die Hexenverfolgung einherging. In Hexenjagd fasst sie die Erkenntnisse gut verständlich zusammen und überträgt sie auf die heutige, spezifisch gegen Frauen gerichtete Gewalt, insbesondere in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern.
Damit lässt sich diese Gewalt, parallel zur Hexenverfolgung, als Phänomen im Zusammenhang kapitalistischer Einhegungen im Zuge der Globalisierung begreifen. Dies führt auch für soziale Bewegungen heute zu der elementaren Frage, wie die frauenspezifische Ausbeutung im Kapitalismus sowie die brutale Gewalt durch Zwangssterilisationen, Vergewaltigungen und Morde überwunden werden können.
Federici legt somit eine historische, feministische Aufsatzsammlung vor, welche die Bedeutung der Analyse für heutige soziale Kämpfe nicht aus dem Blick verliert.

> Zur Autorin

Silvia Federici ist feministische Aktivistin, Schriftstellerin und Lehrerin. Sie war 1972 eine der Mitbegründerinnen des International Feminist Collective, der Organisation, die die internationale Kampagne »Lohn für Hausarbeit« ins Leben gerufen hat. Von 1987 bis 2005 unterrichtete sie Internationale Politik und Politische Philosophie an der Hofstra-Universität im Bundesstaat New York. In all diesen Jahren hat sie Bücher und Essays über Philosophie und feministische Theorie und in jüngerer Zeit über den weltweiten Kampf gegen die kapitalistische Globalisierung und für eine feministische Wiederaneignung der Commons geschrieben. Sie ist unter anderem Autorin von »Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation« (2012), »Hexenjagd. Die Angst vor der Macht der Frauen« (2019), »Jenseits unserer Haut« und »Revolution at Point Zero« (2021).

 

Details

Datum:
24. März
Zeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungskategorien:
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